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This is the start of my podcast and experimental-music-poetry platform.
 
This first poem "Lest we Forget" is a industrial-noise mix (simular to Laibach, Einstürzende Neubauten, etc.).
 
This one is about Janusz Korczak. He is a hero in my eyes!
 
Thanks for Rejekted Kauses (https://soundcloud.com/rejekted_kauses) for the mix and pix!!!
 
I am looking for new collaborations (music, djs, bands) for my next ones. Let's talk!
 
Heres the text in English (go to the bottom for German):
Lest we forget
and history repeats itself,
I want to confess
my sin of cowardliness.
With trembling hands
I write of the day
I met Janusz.
 
My heavy boots echoed 
as we marched over the cobblestones.
190 orphans of Dom Sierot  
walked two by two
hand and hand 
each carrying their favorite toy
through the Warsaw Ghetto streets
as they followed me.
 
In the distance 
I could hear a colleage
speak in a whisper:
- Janusz, Janusz, we can set you free!
With a smile he denyed:
- I will not allow my children to fear.
Nor shall they be alone this day.
 
So unlike him -
from the foundation of my soul
to the shell of my being -
I am a coward!
A coward bringing 190 childen 
to the gas chambers 
to save my own skin.
 
Depite my proud uniform,
my shame was on display
as I brought Janusz and his orphans,
all dressed in their best clothes
and smiles of courage, 
to the train
that would shuttle them to
the Treblinka death camp.
 
I spoke not a word
and could not raise my head
to see them one last time
as they were driven
onto the train
like cattle for the slaughter. 
On their last day on Earth 
Janusz again was the stronger man,
speaking comfort to the orphans
as his eyes radiated with love.
 
In my nightmares
I still hear the squeeking sound 
of the departing train
carrying them on board. 
The children are singing
one last song
and their innocent laughter haunts me. 
 
With shaking hands
I write this letter
to tell witness of Janusz
and his orphans. 
My fear-laden hands
hold my pistol
sealing this letter with my blood, 
lest we forget. 
 
 
 
DEUTSCHE Übersetzung
 
Damit wir nicht vergessen
und sich die Geschichte wiederholt,
möchte ich
meine Sünde der Feigheit gestehen.
Mit zitternden Händen
schreibe ich von jenem Tag,
an dem ich Janusz kennenlernte.
 
 
Meine schweren Stiefel hallten wider,
als wir über die Kopfsteinpflaster marschierten.
190 Waisenkinder von Dom Sierot
gingen in Zweiergruppen,
Hand in Hand.
Jeder trug sein Lieblingsspielzeug
durch die Straßen des Warschauer Ghettos,
während sie mir folgten.
 
In der Ferne
konnte ich einen Kollegen hören,
der im Flüsterton sprach:
- Janusz, Janusz, wir können dich befreien!
Mit einem Lächeln lehnte er ab:
- Ich werde nicht zulassen, dass meine Kinder Angst haben. Sie sollten heute nicht alleine sein.
 
 
Ganz anders als er -
von dem Fundament meiner Seele
bis hin zur Hülle meines Seins -
bin ich ein Feigling!
Ein Feigling, der 190 Kinder
zu den Gaskammern bringt,
um meine eigene Haut zu retten.
 
 
Trotz meiner stolzen Uniform
war meine Schande zu sehen,
während ich Janusz und seine Waisenkinder,
alle in ihren besten Kleidern
und einem mutigen Lächeln im Gesicht,
zu dem Zug brachte,
der sie zum Vernichtungslager Treblinka
bringen würde.
 
 
Ich sprach kein Wort
und konnte meinen Kopf nicht heben,
um sie ein letztes Mal anzusehen,
als sie auf den Zug getrieben wurden,
wie Rinder zur Schlachtung.
An ihrem letzten Tag auf der Erde
war Janusz wieder der stärkere Mann,
der tröstende Worte zu den Waisenkindern sprach,
während seine Augen vor Liebe strahlten.
 
 
In meinen Alpträumen
höre ich immer noch das quietschende Geräusch
des abfahrenden Zuges,
der sie an Bord mitführte.
Die Kinder sangen noch
ein letztes Lied
und ihre unschuldigen Gelächter verfolgen mich.
 
Mit zitternden Händen
schreibe ich diesen Brief,
um Zeugnis von Janusz
und seinen Waisenkindern abzulegen.
Meine angstbeladenen Hände
halten meine Pistole
und versiegeln diesen Brief mit meinem Blut,
damit wir nicht vergessen.